Verantwortung erfahren und lernen durch Demokratisierung

Das Schülerparlament wurde schon im Jahr 2008/09 gegründet und wird von der Jugendsozialarbeit begleitet und von der Schulleitung unterstützt.

Wir sind der Meinung, dass unsere Schülerinnen und Schüler schon sehr früh auf das Leben als Staatsbürger in einer demokratischen Gesellschaft vorbereitet werden sollen. Demokratisches Denken und Handeln kann erlernt werden. Unterricht und Schulleben geben Anstöße und Gelegenheiten, dass unsere Schülerinnen und Schüler positive Zugänge zu demokratischen und sozialen Verhaltensweisen gewinnen können. Mit dem Schülerparlament entwickelte die Schule eine Mitbestimmungskultur, die den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bietet, für sie wichtige Themen aufzugreifen und zu diskutieren. Sie sollen sich früh einmischen und in bestimmten Bereichen des Schullebens mitbestimmen dürfen.

Zu der ersten Parlamentssitzung im neuen Schuljahr kommen alle gewählten Klassensprecher und Vertreter. Die Klassensprecher wählen aus ihren Reihen den ersten und zweiten Schulsprecher oder Schulsprecherin.

Im weiteren Verlauf organisieren sich die Kinder möglichst eigenständig. Die Klassensprecher sammeln Ideen und Vorschläge in ihren Klassen und bringen diese zu den Sitzungen des Schülerparlaments, das jeden Monat stattfindet, mit. Die Themen, die die Kinder interessieren werden vorgestellt. Anschließend befinden die Schülerinnen und Schüler über die Machbarkeit des Antrags und bewilligen diesen bzw. lehnen ihn unter Angabe von Gründen ab oder erarbeiten einen Gegenvorschlag und diskutieren dann im Schülerparlament ihre Priorität. Die Schülerinnen und Schüler spüren, dass uns ihre Einstellungen, Meinungen und Kritikpunkte wichtig sind. Die gemeinsamen Ziele und Maßnahmen werden protokolliert und wenn möglich umgesetzt. Mit den demokratischen Praktiken lernen sie wie Demokratie funktioniert, dass auch jeder respektvoll die mehrheitlich gefassten Beschlüsse akzeptieren muss, selbst wenn die guten Vorschläge von den jüngeren Mitschülern kommen. Für uns ist Partizipation Voraussetzung für Identifikation und Verantwortung für die Qualität der Bildung an unserer Schule.

Antrag: Kinonachmittag für die 1/2. Klassen und 3/4.Klassen — Antrag einstimmig bewilligt
Antrag: Gartenbeet mit Erdbeeren zu bepflanzen — Antrag einstimmig bewilligt
Antrag: Kiosk — Antrag abgelehnt
Antrag: Pausenverkauf — Antrag einstimmig bewilligt